Wenn der Microsoft-Support zweimal klingelt … ist es Betrug

  • 17. November 2016
  • 3 min Lesezeit

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Ein langer Tag geht zu Ende und Sie setzen sich gemütlich vor Ihren Computer, um sich online über die neuesten Nachrichten zu informieren. Doch wie reagieren Sie, wenn Ihnen plötzlich vom „technischen Support“ eine Meldung angezeigt wird, dass Ihr Computer einen Virus hat?

Die Lösung scheint nur einen Anruf entfernt zu sein. Wie gut, dass Ihnen in der Meldung auch gleich eine kostenlose Servicenummer angezeigt wird.

Es sind jedoch genau diese Leute, die Ihnen angeblich helfen wollen, die Ihren Computer zumüllen und für das Privileg auch noch Ihre Kreditkarte belasten werden.

Wie können Sie sich diese Art von Betrug vorstellen?

Die Betrügereien verlaufen über verschiedene Wege, etwa als Meldung in Ihrem Browser oder Anruf auf Ihrer Festnetznummer. Darauf sollten Sie achten:

Als Anruf:
Meistens erfolgen die Anrufe über eine ausländische Nummer, wobei die Betrüger häufig nur Englisch oder gebrochenes Deutsch sprechen.

Das Vorgehen ist einfach: Die Anrufer geben sich als Techniker von Microsoft oder einem Partnerunternehmen aus. Nachdem sie Ihnen erzählen, dass Ihr Computer angeblich von Viren befallen sei, bitten Sie um Fernzugriff auf Ihren Computer, um ihre Software zu installieren.

Nach Abschluss der Installation fragen sie nach Ihren Kreditkartendaten, um für die soeben installierte „Anti-Virus-Software“ zu bezahlen. Unbedarfte Anwender haben derweil keine Ahnung, was soeben installiert wurde und welche persönlichen Informationen sie weitergegeben haben. Microsoft sind diese Betrügereien bekannt und gibt auf seiner Website bekannt (so oder in ähnlichem Wortlaut):

„Microsoft und seine Partner rufen Sie nicht unaufgefordert an, um Ihnen zu helfen, Ihren Computer zu reparieren.“

Als Pop-up-Meldung:
BleepingComputer berichtete kürzlich über eine bestimmte Art von Betrug, die für Bedrängnis sorgt. Dabei kann der Anwender nicht einmal mehr seinen Browser beenden, ohne die angezeigte Nummer anzurufen, um die Meldung zu schließen. Dieses Vorgehen erinnert stark an Ransomware, da das Opfer zu einem Anruf und schließlich einer Zahlung gezwungen wird, um das System wieder zu „säubern“.

Die Meldungen überschwemmen beliebte Suchmaschinen und viel besuchte Websites. Die Betrüger haben sogar dafür bezahlt, dass sie in Online-Suchen nach technischer Unterstützung in den Ergebnissen ganz vorn angezeigt werden. Selbst wenn sie also mit ihren Pop-up-Meldungen keinen Erfolg haben, überzeugen sie ahnungslose Anwender durch die Google-Suche davon, ein seriöser Anbieter zu sein.

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Folgen für die Betrüger

Kürzlich wurde für derartigen Betrug eine Reihe von US-amerikanischen Unternehmen gemeldet und gefasst. Sie hatten Anwender mithilfe von Pop-up-Meldungen verunsichert, sodass diese beim technischen Support anriefen. Dabei wurden sie dann zum Kauf von Dienstleistungen überredet, die sie nicht benötigten. CSO Australia berichtet:

„Es wurde Anklage gegen die in Missouri ansässigen Firmen Global Access Technical Support, Global sMind, Source Pundit und Helios Digital Media sowie das indische Unternehmen Global Ites Private Limited erhoben. Unter den Beschuldigten sind drei Einzelpersonen, denen diese Firmen gehören.“

Was können Sie selbst tun?

Wir wünschen eine schöne (betrugsfreie) Zeit.

 

Übersetzt von Doreen Schäfer

Haylee

Haylee

Freie Schriftstellerin und Sicherheits-Enthusiastin in Wellington, Neuseeland.

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