Über den Sinn und Unsinn von Malware-Säuberung

  • 11. November 2008
  • 6 min Lesezeit

In der IT-Security Welt wird immer wieder heftig über die Sinnhaftigkeit der Säuberung von infizierten Computern diskutiert. Dabei rücken Fragen wie „Kann ich einem infizierten Computer jemals wieder vertrauen?“ oder „Ist eine vollständige Säuberung technisch überhaupt möglich?“ in den Vordergrund.

Wie funktionieren Malware Infektionen?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen unterschiedliche Malware-Typen einzeln analysiert werden:

Die beschriebenen Infektionstypen repräsentieren die gängisten Malware-Teilbereiche. Darüber hinaus gibt es natürlich verschiedenste Kombinationen.

Ist eine Bereinigung immer möglich und sinnvoll?

Einfach gestrickte Malware läßt sich meist mit relativ hoher Sicherheit restlos vom System entfernen. Bei komplexeren Typen tauchen jedoch verschiedene Probleme auf:

Ist der PC einmal infiziert – Neu Aufsetzen!

Je komplexer Malware ist, desto schwieriger wird die Säuberung. Das eigentliche Problem ist, dass man nie davon ausgehen kann, dass eine Säuberung vollständig gelingt. In vielen Fällen dienen Säuberungsfunktionen von Sicherheitsprodukten als Placebos, die über die eigentliche Tatsache hinwegtäuschen: Der logischen Schlußfolgerung, dass der PC nicht mehr länger vertrauenswürdig ist, sobald er einmal von Malware infiziert wurde.

Warum?

Der EINZIGE Weg, den PC wieder brauchbar zu machen ist daher, die Festplatte zu formatieren und das Betriebssystem neu aufzusetzen!

Besser: Infektionen vermeiden

Vertrauen Sie nie auf die Säuberung alleine. Den PC im Vorhinein gegen Malware-Infektionen zu schützen ist immer besser als im Nachhinein das angerichtete Chaos zu beseitigen. Wichtig ist daher ein mehrschichtiges Schutz-System bestehende aus:

Emsisoft Anti-Malware
kann zwar nicht dafür sorgen, dass Ihr Betriebssystem und Ihre Programme aktuell gehalten bleiben, alle anderen aufgezeigten Schutzkomponenten sind jedoch enthalten.

Wir wünschen einen guten (Malware-freien) Tag!

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